Matcha richtig zuzubereiten ist einfacher, als es auf den ersten Blick wirkt. Für eine klassische Schale brauchen Sie nur Matcha, heißes Wasser, eine ausreichend breite Schale und idealerweise einen Bambusbesen – den Chasen.
Entscheidend sind vor allem drei Dinge: die richtige Menge Matcha, nicht zu heißes Wasser und eine schnelle Vor-und-zurück-Bewegung beim Aufschlagen.
Als guter Ausgangspunkt für eine klassische, leichte Zubereitung können Sie etwa 2 Gramm Matcha mit 60 Millilitern Wasser bei ungefähr 80 °C verwenden. Danach wird der Matcha nur wenige Sekunden kräftig aufgeschlagen.
Das Wichtigste in Kürze
- Verwenden Sie etwa 2 g Matcha für 60 ml Wasser.
- Eine Wassertemperatur um 80 °C ist ein guter Ausgangspunkt.
- Sieben Sie das Matcha-Pulver vor der Zubereitung, um Klümpchen zu vermeiden.
- Weichen Sie den Chasen vor dem Aufschlagen kurz in warmem Wasser ein.
- Schlagen Sie den Matcha mit schnellen Vor-und-zurück-Bewegungen auf – nicht wie mit einem Kochlöffel im Kreis.
- Etwa 15 Sekunden kräftiges Aufschlagen reichen normalerweise aus.
- Perfekter Schaum ist kein Muss: Entscheidend sind Geschmack und eine gleichmäßige Textur.
Was braucht man für die Matcha-Zubereitung?
Für eine klassische Schale Matcha benötigen Sie nur wenige Utensilien.
Matcha-Schale – Chawan
Eine breite Schale erleichtert das Aufschlagen.
Sie bietet dem Chasen genügend Bewegungsfreiheit und hilft dabei, Matcha und Wasser schnell miteinander zu verbinden.
Eine spezielle Chawan ist praktisch, aber für den Einstieg nicht zwingend erforderlich. Wichtig ist vor allem, dass die Schale breit genug ist und angenehm in der Hand liegt.
Bambusbesen – Chasen
Der Chasen ist der traditionelle Bambusbesen für Matcha.
Seine vielen feinen Spitzen verteilen das Pulver im Wasser und ermöglichen die charakteristische schnelle Schlagbewegung.
Vor der Verwendung sollte der Chasen kurz mit Wasser angefeuchtet werden. Dadurch werden die Bambusspitzen geschmeidiger und weniger bruchempfindlich.
Bambuslöffel – Chashaku
Der Chashaku ist ein schmaler Bambuslöffel zum Portionieren des Matcha-Pulvers.
Für die Zubereitung ist er nicht zwingend notwendig. Wer genauer dosieren möchte, kann stattdessen eine kleine Küchenwaage verwenden.
Feines Sieb
Matcha ist extrem fein gemahlen und bildet leicht kleine Klümpchen.
Ein einfaches feines Teesieb hilft, das Pulver vor dem Aufschlagen gleichmäßig in der Schale zu verteilen.
Dieser kleine Schritt macht die spätere Zubereitung deutlich einfacher.
Wie viel Matcha braucht man pro Tasse?
Für eine klassische dünne Matcha-Zubereitung – auf Japanisch Usucha – sind etwa 1,5 bis 2 Gramm Matcha pro Schale ein sinnvoller Ausgangspunkt.
Eine praktische Basis für Anfänger ist:
- 2 g Matcha;
- 60 ml Wasser;
- etwa 80 °C Wassertemperatur.
Wer Matcha kräftiger mag, kann etwas mehr Pulver verwenden.
Für einen milderen Geschmack können Sie entweder etwas weniger Matcha nehmen oder etwas mehr Wasser hinzufügen.
Es gibt dabei nicht die eine universelle Menge, die für jeden Matcha perfekt ist. Sorte, persönlicher Geschmack und gewünschte Intensität spielen ebenfalls eine Rolle.
Welche Wassertemperatur ist für Matcha richtig?
Das Wasser sollte heiß, aber nicht mehr kochend sein.
Etwa 75 bis 80 °C funktionieren für viele Matchas sehr gut.
Direkt kochendes Wasser kann die herben und bitteren Geschmacksanteile stärker hervortreten lassen und feinere Aromen überdecken.
Wenn Sie keinen Wasserkocher mit Temperaturregelung besitzen, können Sie das Wasser zunächst aufkochen und anschließend kurz abkühlen lassen.
Eine einfache Methode besteht darin, das kochende Wasser zunächst in eine andere Tasse oder ein kleines Gefäß zu gießen. Beim Umfüllen verliert es bereits einen Teil seiner Wärme.
Die ideale Temperatur kann je nach Matcha und persönlichem Geschmack etwas variieren.
Matcha richtig zubereiten: Schritt für Schritt
1. Den Chasen vorbereiten
Bevor Sie beginnen, tauchen Sie die Spitzen des Chasen für etwa ein bis zwei Minuten in warmes Wasser.
Das macht den Bambus geschmeidiger und bereitet den Besen auf die schnelle Bewegung beim Aufschlagen vor.
Wenn Sie eine Matcha-Schale verwenden, können Sie das warme Wasser direkt darin verwenden. Dadurch wird gleichzeitig die Schale leicht vorgewärmt.
Gießen Sie das Wasser anschließend vollständig aus und trocknen Sie die Schale bei Bedarf kurz ab.
2. Matcha abmessen
Geben Sie etwa 2 Gramm Matcha in die Schale.
Mit einem Chashaku entspricht das je nach Form und Menge ungefähr mehreren kleinen Portionen. Für ein reproduzierbares Ergebnis ist eine Waage genauer.
Für den Alltag muss die Dosierung jedoch nicht milligrammgenau sein.
Nach einigen Zubereitungen finden Sie schnell heraus, welche Intensität Ihnen am besten gefällt.
3. Matcha sieben
Drücken Sie das Matcha-Pulver durch ein feines Sieb direkt in die Schale.
Dadurch werden kleine Klümpchen aufgebrochen.
Dieser Schritt ist besonders hilfreich, weil Matcha aufgrund seines sehr feinen Pulvers leicht zusammenhaftet.
Gesiebter Matcha lässt sich schneller und gleichmäßiger mit dem Wasser verbinden.
4. Wasser auf etwa 80 °C abkühlen lassen
Kochen Sie frisches Wasser auf und lassen Sie es anschließend auf ungefähr 80 °C abkühlen.
Messen Sie etwa 60 Milliliter ab.
Sie benötigen für Matcha deutlich weniger Wasser als für eine gewöhnliche große Tasse Tee. Das Getränk soll konzentriert bleiben.
5. Wasser zum Matcha geben
Gießen Sie das Wasser direkt auf das gesiebte Matcha-Pulver.
Beginnen Sie anschließend sofort mit dem Chasen zu arbeiten.
Sie müssen den Matcha nicht erst mehrere Minuten ziehen lassen: Anders als bei Blatttee gibt es keine Ziehzeit.
Das Pulver wird direkt mit dem Wasser vermischt.
6. Matcha mit dem Chasen aufschlagen
Halten Sie die Schale mit einer Hand fest und den Chasen locker mit der anderen.
Bewegen Sie den Chasen schnell vor und zurück.
Die Bewegung kann wie ein schmales „M“ oder „W“ aussehen.
Wichtig ist, dass Sie nicht langsam im Kreis rühren. Die schnelle Hin-und-her-Bewegung verteilt den Matcha besser und bringt Luft in die Flüssigkeit.
Versuchen Sie dabei, hauptsächlich aus dem Handgelenk zu arbeiten.
Nach ungefähr 15 Sekunden sollte der Matcha gleichmäßig vermischt sein.
7. Oberfläche kurz glätten
Wenn sich ein feiner Schaum gebildet hat, können Sie die Bewegung etwas verlangsamen und den Chasen näher an der Oberfläche führen.
Dadurch lassen sich größere Luftblasen etwas verkleinern.
Heben Sie den Chasen anschließend vorsichtig aus der Mitte der Schale.
Der Matcha kann sofort getrunken werden.
Wie schlägt man Matcha richtig auf?
Die Bewegung des Chasen ist einer der häufigsten Punkte, bei denen Anfänger unsicher sind.
Stellen Sie sich nicht vor, Sie würden mit einem Löffel umrühren.
Der Chasen bewegt sich stattdessen schnell:
vor – zurück – vor – zurück.
Das Handgelenk bleibt dabei locker.
Der Besen darf den Boden der Schale leicht berühren, sollte aber nicht kräftig dagegen gedrückt oder über die Keramik geschabt werden.
Eine breite Schale macht diese Bewegung deutlich einfacher als eine schmale Tasse.
Mit etwas Übung dauert das eigentliche Aufschlagen nur wenige Sekunden.
Muss Matcha viel Schaum haben?
Nein.
Eine feine Schaumschicht kann eine angenehme, gleichmäßige Textur erzeugen und sieht charakteristisch aus. Sie ist aber kein zwingendes Qualitätsmerkmal für eine gelungene Schale Matcha.
Auch Matcha mit wenig oder fast keinem Schaum kann korrekt zubereitet sein und hervorragend schmecken.
Verschiedene traditionelle Zubereitungsweisen erzeugen außerdem unterschiedlich viel Schaum.
Konzentrieren Sie sich deshalb weniger auf ein perfektes Instagram-Ergebnis und mehr darauf, dass:
- keine großen Klümpchen vorhanden sind;
- Pulver und Wasser gleichmäßig vermischt sind;
- die Textur angenehm ist;
- Ihnen der Geschmack gefällt.
Warum wird mein Matcha klumpig?
Kleine Klümpchen sind bei Matcha normal, weil das Pulver extrem fein ist.
Sie entstehen besonders leicht, wenn Matcha Feuchtigkeit aufgenommen hat oder direkt aus der Dose in das Wasser gegeben wird.
Die einfachste Lösung ist das Sieben vor der Zubereitung.
Wenn trotzdem kleine Klumpen entstehen, können Sie den Matcha vor dem kräftigen Aufschlagen zunächst kurz und langsam mit dem Wasser vermischen.
Vermeiden Sie es jedoch, trockene Pulverklumpen einfach mit mehr und mehr Wasser zu verdünnen. Das verändert nur das Verhältnis zwischen Matcha und Wasser.
Warum schmeckt mein Matcha bitter?
Eine gewisse Herbe gehört zum natürlichen Geschmack von Matcha.
Wenn der Matcha jedoch unangenehm oder dominant bitter wirkt, können mehrere Faktoren eine Rolle spielen.
Das Wasser ist zu heiß
Kochendes Wasser kann herbe Geschmacksnoten besonders stark hervorheben.
Probieren Sie eine niedrigere Temperatur von ungefähr 75 bis 80 °C.
Zu viel Matcha für zu wenig Wasser
Ein sehr konzentriertes Verhältnis kann für den Einstieg schnell zu kräftig wirken.
Reduzieren Sie etwas die Pulvermenge oder erhöhen Sie die Wassermenge leicht.
Der Matcha selbst schmeckt kräftiger
Nicht jeder Matcha besitzt dasselbe Geschmacksprofil.
Einige Sorten sind weich, süßlich und reich an Umami, andere deutlich herber und pflanzlicher.
Der Matcha ist nicht mehr frisch
Licht, Luft, Feuchtigkeit und Wärme verändern Matcha mit der Zeit.
Eine sorgfältige Lagerung hilft dabei, Aroma und Farbe möglichst lange zu bewahren.
Warum setzt sich Matcha am Boden ab?
Matcha löst sich nicht vollständig in Wasser wie Zucker.
Es handelt sich um sehr fein gemahlenes Blattmaterial, das in der Flüssigkeit verteilt wird.
Wenn die Schale längere Zeit steht, können sich deshalb feine Partikel wieder am Boden sammeln.
Das ist normal.
Trinken Sie Matcha am besten relativ bald nach der Zubereitung. Wenn er etwas gestanden hat, können Sie die Schale kurz bewegen oder den Matcha noch einmal leicht vermischen.
Kann man Matcha ohne Chasen zubereiten?
Ja.
Ein Chasen ist die traditionelle und besonders praktische Methode, aber Matcha lässt sich grundsätzlich auch mit anderen Hilfsmitteln vermischen.
Für den Alltag können beispielsweise ein kleiner Küchenbesen oder ein dicht verschließbarer Shaker funktionieren.
Die Textur kann sich jedoch unterscheiden.
Ein elektrischer Milchaufschäumer vermischt Matcha ebenfalls, erzeugt aber eine andere Bewegung als ein Chasen und kann je nach Gefäß stärker spritzen oder größere Luftblasen produzieren.
Wer Matcha regelmäßig klassisch zubereiten möchte, wird mit einem Chasen meist die beste Kontrolle über Textur und Mischung haben.
Wie macht man Matcha Latte?
Für einen Matcha Latte wird Matcha zunächst separat mit Wasser zubereitet.
Verwenden Sie beispielsweise:
- etwa 2 g Matcha;
- 40 bis 60 ml Wasser;
- Milch oder eine pflanzliche Alternative nach Geschmack.
Sieben und schlagen Sie den Matcha zuerst wie gewohnt mit Wasser auf.
Geben Sie anschließend warme oder kalte Milch hinzu.
Den Chasen sollten Sie möglichst nur für Matcha und Wasser verwenden. Milchreste können sich zwischen den feinen Bambusspitzen festsetzen und erschweren die Reinigung.
Für einen Iced Matcha Latte geben Sie Eis und kalte Milch in ein Glas und gießen den separat aufgeschlagenen Matcha darüber.
Wie reinigt man einen Chasen richtig?
Spülen Sie den Chasen möglichst direkt nach der Verwendung mit klarem Wasser aus.
Spülmittel ist normalerweise nicht notwendig.
Entfernen Sie Matcha-Reste vorsichtig aus den feinen Bambusspitzen und lassen Sie den Chasen anschließend vollständig an der Luft trocknen.
Ein Chasen-Halter – Chasen Tate – kann helfen, die charakteristische Form während des Trocknens zu erhalten.
Bewahren Sie einen noch feuchten Chasen nicht in einer geschlossenen Verpackung auf. Bambus muss trocknen können.
Wenn viele Spitzen beschädigt oder abgebrochen sind und sich Matcha nicht mehr gut aufschlagen lässt, ist es Zeit, den Chasen zu ersetzen.
Die häufigsten Fehler bei der Matcha-Zubereitung
Matcha nicht sieben
Das Ergebnis enthält schneller Klümpchen und lässt sich schwieriger gleichmäßig aufschlagen.
Kochendes Wasser verwenden
Zu heißes Wasser kann den Geschmack unnötig herb wirken lassen.
Zu viel Wasser nehmen
Matcha wird klassisch deutlich konzentrierter zubereitet als eine große Tasse Blatttee.
Kreisförmig rühren
Der Chasen funktioniert besser mit schnellen Vor-und-zurück-Bewegungen.
Den Chasen zu fest auf den Boden drücken
Zu viel Druck ist weder für die Bewegung noch für die feinen Bambusspitzen sinnvoll.
Nur auf möglichst viel Schaum achten
Eine schöne Schaumschicht ist angenehm, aber nicht das eigentliche Ziel.
Eine gleichmäßige Textur und ein guter Geschmack sind wichtiger.
Häufige Fragen zur Matcha-Zubereitung
Wie viel Matcha nimmt man für eine Tasse?
Etwa 1,5 bis 2 Gramm sind für eine klassische Schale ein guter Ausgangspunkt.
Für die hier beschriebene Zubereitung empfehlen wir ungefähr 2 Gramm auf 60 Milliliter Wasser.
Wie heiß sollte das Wasser für Matcha sein?
Etwa 75 bis 80 °C sind für viele Matchas gut geeignet.
Die ideale Temperatur kann je nach Matcha und persönlichem Geschmack leicht variieren.
Muss man Matcha sieben?
Zwingend notwendig ist es nicht, aber sehr empfehlenswert.
Durch das Sieben entstehen deutlich weniger Klümpchen und der Matcha lässt sich leichter aufschlagen.
Wie lange muss man Matcha schlagen?
Mit einem Chasen reichen häufig ungefähr 15 Sekunden kräftige Vor-und-zurück-Bewegungen.
Wichtiger als die exakte Zeit ist eine gleichmäßige Mischung.
Muss Matcha ziehen?
Nein.
Matcha ist kein klassischer Blattaufguss. Das Pulver wird direkt mit dem Wasser vermischt und anschließend vollständig mitgetrunken.
Wie viel Wasser braucht man für Matcha?
Für eine konzentrierte klassische Zubereitung sind etwa 60 bis 70 Milliliter üblich.
Sie können die Menge anschließend an Ihren persönlichen Geschmack anpassen.
Kann man Matcha mit kaltem Wasser machen?
Ja.
Matcha kann auch kalt getrunken werden.
Für ein gleichmäßiges Ergebnis lässt er sich beispielsweise zunächst mit einer kleinen Menge Wasser aufschlagen und anschließend mit kaltem Wasser und Eis ergänzen.
Was ist der Unterschied zwischen Usucha und Koicha?
Usucha bedeutet wörtlich dünner Tee und ist die leichtere, alltäglichere Matcha-Zubereitung mit mehr Wasser und weniger Pulver.
Koicha ist deutlich konzentrierter. Dafür wird wesentlich mehr Matcha mit weniger Wasser verarbeitet, sodass eine dickere Konsistenz entsteht.
Für den Einstieg ist Usucha wesentlich unkomplizierter.
Guter Matcha braucht keine komplizierte Zeremonie
Für eine gute Schale Matcha müssen Sie nicht jeden Handgriff einer traditionellen Teezeremonie beherrschen.
Für den Alltag reichen wenige Grundlagen:
Matcha sieben, Wasser auf ungefähr 80 °C bringen, richtig dosieren und mit einem Chasen schnell vor und zurück aufschlagen.
Wenn Sie mit etwa 2 Gramm Matcha und 60 Millilitern Wasser beginnen, haben Sie eine zuverlässige Basis.
Von dort aus können Sie Temperatur, Wassermenge und Intensität ganz einfach an Ihren eigenen Geschmack anpassen.
Wer zuerst verstehen möchte, wie Matcha hergestellt wird, warum er so grün ist und wie er sich von gewöhnlichem Grüntee unterscheidet, findet die Grundlagen in unserem Guide „Was ist Matcha? Herkunft, Geschmack und Zubereitung erklärt“.